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Tim Schlotfeldt
Debatte: Ist informelles Lernen nur eine Modeerscheinung?
Der britische E-Learning-Anbieter Epic veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine E-Learning-Debatte. Die These am 6. Dezember 2010 lautet:
This house believes that technology-based informal learning is more style than substance.
Diese These bietet viel Stoff für eine emotinale Debatte. Als Fürsprecherin wird Dr. Allison Rossett, Professor of Educational Technology at San Diego University, auftreten, als Gegensprecher hat sich kein geringerer als Jay Cross angekündigt.
[via Clive on Learning]
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1298Mailprogramme mit PGP/GnuPG-Unterstützung
Als Ergänzung zum letzen Webmontag-Vortrag eine Liste von E-Mail-Programmen, die mit verschlüsselten E-Mails nach dem OpenPGP-Standard umgehen können:
Linux- Claws Mail (Sylpheed): GPG-Unterstützung integriert (ein sehr mächtiges Mailprogramm für Linux und Windows)
- Evolution: GPG-Unterstützung integriert
- KMail: GPG-Unterstützung integriert
- Mutt: GPG-Unterstützung integriert (ein Konsolenprogramm, bietet die beste GPG-Integration aller mir bekannten Mailprogramme)
- Thunderbird: Mit dem Plug-In Enigmail (leider gibt es immer noch keine Version für 64-Bit-Betriebssysteme)
- Entourage: Mit dem Plug-In EntourageGPG
- Eudora: Mit den Eudora-GPG-Scripts for MacaOS X
- Mail.app: Mit dem Plug-In GPGMail
- Mailsmith: Mit den Mailsmith-GPG Scripts
- Becky! 2: Mit dem Plug-In BkGnuPG
- Claws Mail (Sylpheed): GPG-Unterstützung integriert (ein sehr mächtiges Mailprogramm für Linux und Windows)
- Eudora: Mit dem Plug-In EudroaGPG
- Outlook 2003: Mit dem Plug-In GpgOL, Bestandteil von GPG4win
- Outlook Express: Mit dem Plug-In GpgEX, Bestandteil von GPG4win
- Pegasus: Mit dem Plug-In QDGnuPG
- PostMe: GPG-Unterstützung über mitgeliefertes Plug-In integriert
- The Bat!: GPG-Unterstützung integriert
- Gnus: GPG-Unterstützung integriert (via MailCrypt)
Webmontag: E-Mail-Verschlüsselung mit OpenPGP
Das passte doch mal zur gerade aktuellen Diskussion zum Thema DE-Mail und ePost: Beim Kieler Webmontag habe ich vorgeführt, wie schnell man Verschlüsselung in Thunderbird einbauen kann (Menü Add-Ons, Enigmail auswählen und installieren und dann dem Einrichtungsdialog folgen). Anschließend gab es ein paar Folien zum Thema asynchrone Mail-Verschlüsselung mit OpenPGP, die von einer angeregten Diskussion über den Sinn von verschlüsselter Kommunikation begleitet worden ist.
Während es für viele interessant ist, verschlüsselt kommunizieren zu können, scheint die Einrichtung von OpenPGP erstmal abzuschrecken. Und der Google/Gmail-Fraktion scheint Mailverschlüsselung generell nutzlos zu sein, da man ja auch gleich Wohnung und Rechner verwanzen könnte und damit wieder Zugriff auf die verschlüsselten Daten bekommen würde.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1296 Mailprogramme mit PGP/GnuPG-Unterstützung von Tim Schlotfeldt » E-Learning am Mi, 2010-07-28 08:55Als Ergänzung zum letzen Webmontag-Vortrag eine Liste von E-Mail-Programmen, die mit verschlüsselten E-Mails nach dem OpenPGP-Standard umgehen können:
Windows
Becky! 2: Mit dem Plug-In BkGnuPG
Claws Mail (Sylpheed): GPG-Unterstützung integri...
CCC: 11 Thesen zur Netzpolitik
Der Chaos Computer Club hat heute seine Forderungen für ein Lebenswertes Netz veröffentlicht, darunter elf Thesen (mit Begründung) zur Netzpolitik. Die meisten davon könnten auch direkt von E-Learning-Dienstleistern unterschrieben werden: Ohne Netzneutralität hätte man als E-Learning-Anbieter keine großen Chancen mehr, seine Inhalte an den Kunden zu bringen, Softwarepatente, die es in Europa ja eigentlich gar nicht gibt, behindern schon jetzt Entwicklungen nachhaltig, beispielsweise im Video-Bereich, und das Urheberrecht sorgt nachhaltig dafür, dass man E-Learning-Angebote lieber gleich ohne Kommentarfunktion anbietet, um ja nicht keinen Ärger mit vermeintlichen Rechteinhabern zu bekommen.
Die Thesen:
1. Netzzugang ist ein Grundrecht und Bedingung für die Teilnahme am kulturellen und politischen Leben
2. Nutzen des Netzes kann sich nur entfalten, wenn die Netzneutralität garantiert ist
3. IT-Großprojekte der öffentlichen Hand nach sinnvollen Kriterien vergeben
4. Öffentliche Daten transparent handhaben
5. Klare Absage an Softwarepatente
6. Urheberrechtgesetzgebung modernisieren
7. Zugangsprovider haften nicht für die Daten ihrer Kunden
8. Private Daten besser schützen
9. Recht auf Anonymität etablieren
10. Profilbildung über Menschen verhindern
11. Whistleblower-Schutz verbessern
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1295Internes Microblogging verbessert die Teamarbeit beim t3n Magazin
In einem kurzen Artikel klärt Jan Tißler über den Einsatz von Yammer, einer Unternehmenslösung, bei t3n auf:
Mit einer klaren Zielstellung, eindeutigen Rahmenbedingungen und einer konsequenten Umsetzung kann ein internes Microblogging-Tool viel zur Verbesserung der Kommunikation beitragen und sogar eine Eigendynamik entfalten. Bei uns jedenfalls ist schon so manche Diskussion direkt in Yammer entstanden, ohne dass dafür das gesamte Team von der Arbeit abgehalten worden wäre. Jeder trägt seine Meinung und seine Informationen und Sichtweisen bei. Wenn das dann am Ende auch noch Spaß macht, anstatt als lästige Pflicht empfunden zu werden, hat das Unternehmen eine Menge gewonnen.
Die vielen Kommentare zu diesem Artikel sind fast noch wertvoller als der Artikel selbst.
Unbedingt lesen: Erfahrungsbericht: Wie internes Microblogging die Team-Kommunikation bei t3n verbessert.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1294Web 2.0: Wie in Unternehmen online zusammengearbeitet wird
Simon Hülsbömer stellt in einem Beitrag für Computerwoche die meist schon bekannten Enterprise 2.0-Beispiele deutscher Unternehmen vor.
- Wikis und Blogs bei Siemens
- Wiki bei DB Training
- Wikis und Blogs bei Rheinmetall
- Web Conferencing bei CIOcolloquium
- Wiki bei der Synaxon
Der Betrag streift verwirrender Weise auch das Thema Cloud Computing und versucht einen Zusammenhang herzustellen, den es so eigentlich nicht gibt.
Weiterlesen bei Computerwoche: Web 2.0 im Unternehmen: Virtuelle Teamarbeit setzt sich durch.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1293BarCamp Kiel mit Abendveranstaltung (Jour Fitz)
Ende letzter Woche hatte wir uns vom Orga-Team des Kieler BarCamps im Wissenschaftszentrum, dem Veranstaltungsort, getroffen. An Räumlichkeiten stehen uns vier große Konferenzräume sowie 2-3 kleinere Besprechungsräume zur Verfügung (mehr im Wiki). PA-Anlage ist im großen Saal vorhanden, Internet-Anbindung und WLAN-Versorgung sind sichergestellt. Essen und Trinken organisieren wir auch noch, da waren wir uns lange nicht sicher, was aufgefahren werden sollte. Mittlerweile denken wir, dass es besser ist, das Essen von einem Caterer bringen zu lassen und nicht, wie zu erst überlegt, rüber in ein benachbartes Restaurant zu gehen.
Ein weiteres Highlight stellt der Freitag Abends dar, denn dann steigt die Bloggerlesung Jour Fitz mit @judetta, Propinja, annagrassi, MC Winkel. Die Räumlichkeiten dafür stellt das Camp24|sieben direkt an der Kieler Förder zur Verfügung. Im Anschluss kann bis ca. 22.30 Uhr gefeiert, gechillt, in netter Gesellschaft getrunken und gegessen werden. Wer unbedingt noch aktiv sein muss, kann sich mit dem Segeltrainer auf dem Wasser vergnügen oder gegen Mitspieler im Beachvolleyball, Kickern oder Tischtennis antreten.
Und das Presseteam hat eine erste Pressemitteilung veröffentlicht:
PRESSEMITTEILUNG01.07.2010
In wenigen Wochen, am 13. und 14. August, wird im Wissenschaftszentrum Kiel das 1. Kieler BarCamp mit rund 100 Aktiven aus der Internetszene stattfinden. Was sich für Laien nach einem feuchtfröhlichen Treffen mit Festivalcharakter anhört, lässt bei vielen Kennern der Internetkultur die Augen blitzen: Die Teilnehmer teilen zwei Tage lang in so genannten Sessions ihr Wissen, lernen voneinander und bereichern sich gegenseitig mit ihren Ideen – und haben bereits die Planung und Organisation der Veranstaltung vorab im Team selbst auf die Beine gestellt. Traditionell wird die Tagung von Sponsoren gefördert und ist für die Teilnehmer kostenlos (Anmeldung erforderlich). So haben sich bereits Addix, KielNET, New Communication, Nitor, Otto Group, seal Media sowie die Kieler Linuxtage als Sponsoren für das 1. BarCamp gefunden. Als Abendprogramm ist eine Bloggerlesung im Camp 24|sieben an der Kiellinie geplant.
In Kalifornien fand 2005 das erste BarCamp statt – seitdem verbreitet sich die Idee in der ganzen Welt. Charakteristisch für ein BarCamp ist der aktive Part jedes Teilnehmers. Ob dieser eine Diskussion anregt, einen Vortrag hält oder vielleicht sogar einen Workshop anleitet, liegt allein an ihm. Die Themeninhalte variieren von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter über Inhalte wie Webstandards, Unternehmensgründungen sowie juristische Aspekte im Umfeld Internet bis hin zu Themen wie E-Learning oder gesellschaftliche Partizipation. Auch den Ablauf der Sessions bestimmen die Teilnehmer selbst, indem sie ihren Beitrag auf einem Tagesablauf-Gitter platzieren, dem so genannten Grid. Jeder Besucher ist aufgefordert, sich auf sein Herzensthema vorzubereiten und die anderen an seiner Leidenschaft – oder auch seiner kritischen Sicht – teilhaben zu lassen.
Interessierte an Web 2.0 und Internet treffen sich in Kiel seit Langem regelmäßig aus ganz Schleswig-Holstein in unterschiedlichen Gruppen, so zum Beispiel zum Webmontag in Kiels Technologiezentrum KITZ oder an wechselnden Orten zum regionalen Treffen des Business-Netzwerks XING und zur Kieler pl0gbar, dem regionalen Bloggertreffen.
Weitere Infos unter: http://www.barcampkiel.de
Ansprechpartner für die Medien:
Marion Y. Engmann – Küterstraße 7, 24103 Kiel, Tel. (0431) 80 660 27 – presse@barcampkiel.de
Rüttelt die zunehmende Digitalisierung an dem Machtmonopol unserer Eliten?
Martin Weigert macht sich auf netzwertig.com so seine Gedanken zum Thema Digitalisierung, Hierarchie und Klassendenken. Alten E-Learnern kommt das vielleicht bekannt vor. Als man Ende der 90-er Jahr mit der Einführung von E-Learning in Unternehmen begann, konnte man schon ähnliche Widerstände feststellen, wie sie jetzt Martin Weigert beklagt. Denn ein Versprechung von E-Learning ist das zeit- und ortsunabhängige Lernen. Das heißt man muss nicht zu einem festen Termin einen bestimmten Ort wie ein Schulungszentrum oder ein Hotel aufsuchen. Im Gegenteil, das Versprechen ist, dass man am Arbeitsplatz lernen kann, zu einem Zeitpunkt den man selbst bestimmt, beispielsweise weil man gerade etwas Zeit hat ode weil einem eine konkrete Frage beschäftigt, die man mit Hilfe eines E-Learnings beantworten möchte. Dies bedeutet ein Mehr an Autonomie für jeden einzelnen, die in der Vergangenheit auf mittlerer Führungsebene mitunter zu starken Widerständen geführt hat.
Mit dem Einzug von Social Web-Diensten in Unternehmen scheint sich dies nun zu wiederholen. Dieses Phänomen betrifft nun jedoch nicht nur Unternehmen, unsere gesamte Elite beschäftigt sich mit dem Web 2.0 einhergenden Transparenz. Martin Weigert fragt darum: Bremst Klassendenken die Digitalisierung?
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1291Facebooks Maschinenraum: Open Source
Facebook versteht leider nichts Privacy und Datenschutz. Aber immerhin etwas von Softwaretechnik und von Open Source. Bei Royal Pingdom kann man nachlesen, mit welcher Software Facebook seine mehr als 30.000 Linux-Server bestückt, die beispielsweise 1,2 Millionen Photos ausliefern – pro Sekunde. Kernkomponenten der Facebook-Software sind (neben Linux und Apache):
- Memcached
- HipHop for PHP
- Haystack
- BigPipe
- Cassandra
- Scribe
- Hadoop
- Hive
- Apache Thrift
- Varnish
Weiterlesen bei Royal Pingdom: Exploring the software behind Facebook, the world’s largest site.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1290Untersuchung: E-Learning in Großunternehmen
Vor über einem Jahr hatte August-Wilhelm Scheer erste Zahlen einer Telefonumfrage zum Einsatz von E-Learning in deutschen Unternehmen präsentiert. Ich hatte mich damals gefreut, dass in den Ergebnissen sich auch Web 2.0-Elemente niedergeschlagen hatten (E-Learning und Web 2.0), gleichzeigt stellte sich bei einer derart plakativen Überschrift (»E-Learning setzt sich durch«) die Frage nach der Methodik. In dem im April veröffentlichten Schlussberichts heißt es dazu:
In der Zeit vom 22. Januar bis 13. Februar 2009 wurden insgesamt 530 Aus- und Weiterbildungsverantwortliche in deutschen Top 500-Unternehmen kontaktiert. 90 dieser Unternehmen waren im Erhebungszeitraum bereit, über die Aus- und Weiterbildung Auskunft zu geben. Von diesen 90 Unternehmen gaben 49 Gesprächspartner an, eLearning einzusetzen und wurden anschließend vertiefend zu weiteren Aspekten des digitalen Lernens befragt.
Man muss die Zahlen zum E-Learning-Einsatz in Großunternhmen also mit ein wenig Vorsicht genießen. Aber sie können dennoch einen Indiez liefern, wie verbreitet E-Learning in Unternehmen ist. Zum Beispiel die gefühlt korrekte Annahme, dass ungefähr die Hälfte aller Großunternehmen kein E-Learning einsetzt:
Richtig spannend finde ich ja die Ausgabenverteilung. Wenn ich die Zahlen richtig deute, dann geht auch heute noch der mit Abstand größte Batzen des E-Learning-Budgets für Learning Management Systeme und weitere Softwaresysteme drauf. Lediglich 23% der Ausgaben fließen in die eigentlichen Inhalte:
Die weniger als 1% für Beratung mögen auch erklären, warum sich die großen Unternehmensberatungen noch nicht auf diesen Bereich gestürzt haben.
[via Jochen Robes]
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1289Typografie: WIRED auf dem iPad
Im Fontblog schreibt Jürgen Siebert geradezu hymnisch über die erste Wired-Ausgabe für das iPad: WIRED Screen vs. WIRED Print. Die Macher des Magazins haben sich alle Mühe gegeben, ein nahezu perfektes Layout auf dem Apple-Gerät zu erzielen. Allerdings erfährt man in den kritischen Kommentaren zum Blogeintrag einige technische Hintergründe sowie die Vermutung, dass der gezeigte Aufwand nicht zu halten sein wird.
Weitere interessante Meinungen zu Wired auf dem iPad bei praegnanz.de und iA.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/12883. Korb Urheberrecht und Leistungschutzrecht — Online-Lernen könnte damit unmöglich gemacht werden
Wie will man ein Online-Lernen-Projekt aufsetzen, wenn selbst Presseüberschriften in Zukunft nicht mehr zitiert werden dürfen, ohne eine Urheberrechtsverletzung zu begehen? So unwahrscheinlich das im ersten Moment erscheint, so erschreckend nah ist ein solches Urheberrecht, das mit dem sogenannten 3. Korb weiter überarbeitet werden soll. netzpolitik.org ist ein angebliches Strategiepapier der Verlagsbranche mit Gruworten von von Christoph Keese (Springer) und Prof. Robert Schweizer (Burda), zugespielt worden. Es ist nicht klar, ob das Dokument authentisch ist, es würde allerdings zu derzeitigen Debatte nach einem Leistungsschutzrecht passen:
Um einen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten, sollten nicht nur Teile des Presseerzeugnisses wie einzelne Beiträge, Vorspänne, Bilder und Grafiken geschützt werden. Schutzwürdig sind beispielsweise auch Überschriften, Sätze, Satzteile etc., soweit sie einer systematischen Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe in Verbindung mit dem Titel des Presseerzeugnisses dienen.
Weiterlesen bei netzpolitik.org: Verleger: Leistungsschutzrecht soll Sprache monopolisieren.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1287Videodokumentation zum LiMux-Projekt — Open Source für München
Über LiMux ist in den letzten Jahren viel berichtet worden. Die Stadt suchte nach einer neuen Softwarebasis für die Verwaltung, da Microsoft den Support für Windows NT 4 aufgekündigt hatte (Wikipedia hat einen dazu einen Artikel).
[via netzpolitik.org]
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1286E-Learning für den Mittelstand in Schleswig-Holstein
Letzte Woche fand in Kiel die Gründungsveranstaltung des Fachforums E-Learning – Weiterbildung für die schleswig-holsteinische IT-Branche, bei dem ich als E-Learning-Berater Gründungsmitglied bin.
Die Idee dazu stammt von Andreas Seeger von der NetUSE AG, der in mehreren Treffen die Gründung des Fachforums vorangetrieben hat. Ihn beschäftigt schon eine ganze Zeit die Frage, wie man als Unternehmen die IT-Qualifizierung der Mitarbeiter sicherstellen kann. Traditionelle Schulungen sind aus unternehmerischer Sicht nicht immer befriedigend, da Sie für einen Mittelständler beträchtliche Kosten nach sich ziehen können, der Erfolg einer solchen Schulung aber nicht immer nachvollziehbar ist.
Mit Hilfe von E-Learning-Inhalten ist es möglich, solche Schulungsangebote kostengünstig anzunehmen. Es fallen keine Reisekosten an und der Arbeitszeitausfall ist ebenfalls geringer. Arbeitszeitausfall ist übrigens ein Kostenpunkt, den man häufig nicht mit einkalkuliert, obwohl er ein wesentlicher Kalkulationsfaktor sein kann. Neben dem reinen Kostengesichtspunkt bieten E-Learning-Angebote aber einen noch den viel gravierendern Vorteil der permanenten Verfügbarkeit. Bei Bedarf kann jederzeit darauf zugegriffen werden, so dass ein bedarfsorientiertes Lernen möglich ist.
Allerdings ist die Produktion von E-Learning-Inhalten zeitaufwändig und teuer. Als einzelnes mittelständiges Unternehmen wäre E-Learning für die IT-Qualifikation, für die man eigene Inhalte erstellen müsste, zu teuer. Dieses Problem löst das Fachforum, denn dort tun sich die norddeutschen Unternehmen zusammen, um die Kosten der Inhalteentwicklung gemeinsam zu Schultern. Im Forum sind aber nicht nur Unternehmen mit Schulungsbedarf Mitglieder, sondern auch Hochschulen und Anbieter von E-Learning-Dienstleistungen. Die oncampus GmbH stellt beispielsweise die ersten Lerninhalten und die Lernplattform auf Moodle-Basis zur Verfügung. Die Projektleitung liegt bei Gabriela Seyer.
Rechtlich ist das Fachforum E-Learning beim Clustermanagement Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) untergeschlüpft.
Die Pressemitteilung zur Gründung:
Landesweite E-Learning-Plattform für IT-ThemenIn Schleswig-Holstein wollen IT-Unternehmen und EDV-Abteilungen weiterer Branchen ihr Personal zukünftig gemeinsam mit E-Learning-Angeboten weiterbilden. Am Donnerstag, 10. Juni wird eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verein Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) unterzeichnet, unter dessen Dachmarke die beteiligten Unternehmen die gemeinsame Plattform entwickeln.
Ob Updates der Firmensoftware, Einführung eines neuen Betriebssystems oder Einbindung neuer Kommunikationslösungen, Fachkräfte in EDV-Abteilungen stehen ständig vor neuen Herausforderungen. Aber auch die IT-Unternehmen selbst müssen sich regelmäßig mit neuen Technologien, neuen Protokollen und Programmiersprachen auseinander setzen. „Das Tempo im IT-Umfeld ist extrem hoch. Wir spüren geradezu einen Marktdruck zur Mitarbeiterqualifizierung“, sagt Andreas Seeger, Vorstand der NetUSE AG und einer der Initiatoren der E-Learning-Plattform.
Den Bedarf an regelmäßiger Weiterbildung im IT-Bereich kann nach Ansicht der Unternehmen nicht durch etablierte Weiterbildungsanbieter befriedigt werden – zu groß ist der Grad der Spezialisierung. Zudem sind externe Schulungsmaßnahmen oft mit großen Kosten und erheblichem Aufwand verbunden. Eine Lösung ist E-Learning: Reisen, Übernachtungen, Trainer und Raummieten fallen weg; Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bleiben dem Arbeitsplatz nicht für längere Zeit fern.
„Für einzelne Unternehmen ist die Entwicklung von E-Learning-Angeboten zu teuer“, sagt Sören Mohr, Vorsitzender DiWiSH e.V. „Wir haben unsere Mitgliedern befragt und das Interesse an einer gemeinsamen Plattform war groß!“ Organisiert wird der Aufbau der
E-Learning-Plattform als Fachgruppe im DiWiSH. Alle beteiligten Unternehmen verpflichten, sich einen Jahresbeitrag zu zahlen, der für die Erstellung der Inhalte verwendet wird. Im Gegenzug können sie die Plattform zur Weiterbildung ihres Personals frei nutzen.
„Unsere E-Learning-Plattform für IT-Themen hat das Potential, sich zu einem transparenten Qualitätsstandard für die gesamte Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein und darüber hinaus zu entwickeln“, so Mohr bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen.
--> Trackback URL für diesen Beitrag: http://www.tschlotfeldt.de/trackback/1285Stefan Niggemeier zum Leistungsschutzrecht für Verlage
Man kann es nicht oft genug sagen: Die Probleme, unter denen Zeitungen und Zeitschriften gerade leiden, haben nichts mit dem Fehlen eines Leistungsschutzrechtes der Verlage zu tun. Auch Google ist nicht Schuld daran. Die Verlage leiden im Print unter rückläufigen Leserzahlen und vor allem einbrechenden Werbeeinnahmen. Und sie leiden online darunter, dass die Werbeerlöse so viel niedriger sind.
Stefan Niggemeier nimmt seine Teilnahme an einem Symposium zum Thema Leistungsschutzrecht, an dem er unter anderem mit dem Springer-Lobbyisten Christoph Keese diskutiert hatte, als Anlass für eine Abrechung mit den demokratietragenden und gerne Journalisten ausbeutenden Verlagen, die ein neues Leistungsschutzrecht durchdrücken wollen:
Die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht ist nur der leicht durchschaubare Versuch, sich subventionieren zu lassen. Deshalb tun sich Leute wie Keese auch so schwer, die juristischen Details und Notwendigkeiten eines solchen Gesetzes zu erörtern. Ihnen ist völlig egal, was in diesem Gesetz steht, solange es nur sein Ziel erreicht: Das Überleben der Verlage zu sichern. Denn die Verlage sind — nach Ansicht der Verlage — die einzigen Garanten dafür, dass die Bevölkerung gut informiert wird. So lange es ihnen gut geht (wohlgemerkt: den Verlagen; das Wohlergehen der Journalisten ist optional), ist das Funktionieren der Demokratie gesichert.
Weiterlesen bei Stefan Niggemeier: Verlegerkampf für eine PC-Presse-Gebühr.
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